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Bioshock 2 Xbox 360 Spieletest - Review - Preview

Bioshock 2 Spieletest - Review für die Xbox 360 - Und wieder zieht euch Rapture in seinen Bann.

Redakteur: Martin Christ - Datum: 07.03.10
Und wieder zieht euch Rapture in seinen Bann.
Dieses Mal seid ihr kein Opfer eines Flugzeugabsturzes
sondern legt als einer der Big Daddys den ganz großen Bohrer an.

In einer packenden Einleitungssequenz sucht ihr euren Schützling und könnt das kleine Mädchen gerade noch vor denen Angriffen der Splicer beschützen, jedoch werdet ihr beim Rettungsversuch hypnotisiert. Als ihr wieder bei Sinnen seid, werdet ihr gezwungen, Suizid zu begehen, doch das Mittel wirkt nicht richtig. In einer Vita-Chamber erwacht ihr zu neuem Leben. Jetzt wollt ihr natürlich diesen Verrat rächen und Euren Schützling suchen, der aus eurer Obhut entführt wurde.

Bioshock 2 - Xbox 360 Screenshots

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Die Adam Ernte
Auf eurem Rachefeldzug und auf der Suche nach der Euch anvertrauten Little Sister, trefft ihr noch einige mehr oder weniger zwielichtige Gestalten. Die einen wollen euch tatsächlich helfen und andere wiederum wollen euch nur ausnutzen. Diejenigen die euch helfen wollen, geben euch hin und wieder ein paar Tipps zu Personen. Andere geben euch nur Befehle und wollen etwas von euch. Da ihr ja keine Little Sister mehr habt, könnt ihr euch eine von anderen Big Daddys borgen, jedoch müsst ihr dafür einen hohen Preis zahlen. Ihr müsst den anderen Big Daddy töten – der eigentlich euch gegenüber friedlich ist und sogar bei Kämpfen hilft. Nachdem ihr den Big Daddy aus dem Weg geräumt habt, könnt ihr dessen nun daddylose Little Sister adoptieren. Nun habt ihr zwei Möglichkeiten, entweder ihr bringt sie zu einem Lüftungsschacht oder ihr lasst sie Adam sammeln. Wobei ihr bei letzterem mehr Adam bekommt. Sie weist euch den Weg zu einer Leiche bei der ihr Adam ernten könnt, dort angekommen setzt ihr die Little Sister ab und sie macht sich sogleich ans Werk.

Aber Vorsicht. Sobald sie anfängt, werden andere Splicer auf euch aufmerksam und greifen euch an, nun liegt es an euch die Little Sister vor den Angreifern zu verteidigen. Nachdem eure adoptierte Sister bei zwei Leichen Adam gesammelt hat, bringt ihr sie zu einem Lüftungsschacht. Dort könnt ihr euch nun entscheiden ob ihr sie rettet oder ausbeutet und hier könnt ihr euch nun für den bösen oder den guten Weg entscheiden. Wer das Spiel zweimal durchspielt wird einen Unterschied feststellen. Auf eurem Weg zum Ende begegnen Euch nicht nur unzählige Splicerarten sondern ihr findet auch ein paar nützliche Werkzeuge und Waffen für die Gegnerbearbeitung. Für die Hacker unter euch wurde eine besondere Neuerung eingebaut: ein Remote-Hacker, mit dem ihr aus der Ferne Kameras, Geschütze und Safes hacken könnt. Euch begegnen auch total abgedrehte Zeitgenossen, so trefft ihr im späteren Spielverlauf auf ein paranoides, fliegendes Geschütz oder auf ein in Adam schwimmendes Etwas. Und gegen Ende hin wird das Spiel teilweise etwas, nun ja wie soll ich sagen, verwirrend. Genau. Verwirrend trifft es doch ganz gut, denke ich. Mehr möchte ich nun an dieser Stelle nicht preisgeben, nur eines noch, ich habe es zweimal durchgespielt und es hat sich wahrlich gelohnt.

Unterwasserschlachten – der Multiplayer

Take2 hat sich noch etwas für die BioShock Begeisterten einfallen lassen, der zweite Teil bietet nun einen Multiplayermodus. Ihr habt wie bei so ziemlich jedem multiplayerfähigen Shooter die Möglichkeit, zwischen privaten oder öffentlichen Spiel zu wählen. Im öffentlichen Spiel werdet ihr einer Lobby zugewiesen, entweder durch die schnelle Suche oder nach euren Suchkriterien. Zur Wahl stehen euch folgende Spielmodi:

Deathmatch
Team Deathmatch: Mit Einstieg oder als Last Splicer Standing
Gebietskampf
Rette die Little Sister: Ein Team verteidigt die Little Sister und das andere versucht sie zu holen
Adam Jagd: Entweder jeder gegen jeden oder im Team

Take2 setzt in BioShock 2 auch auf ein Skill Upgrade System, das es euch ermöglicht, bessere Waffen und Plasmide frei zu schalten um gegenüber euren Gegner einen kleinen Vorteil zu haben. Der Multiplayer läuft stabil, ihr werdet lästigen Lags verschont und es kommt nur sehr selten vor, dass die Verbindung zu den Servern unterbrochen wird. Die Spieler können mittels Veto für eine andere Map stimmen und die Respaws wurden so gelegt, dass man nicht Opfer eines Respawnkills wird. Es stehen insgesamt zehn Maps zur Verfügung, die durch ihre verwinkelten Gänge bei Anfängern durchaus zu leichten Orientierungsproblemen führen können. Dennoch sind diese verwinkelten Maps für ein taktisches Vorgehen bestens geeignet um die Little Sister besser verteidigen zu können oder um das gegnerische Splicerteam in eine Falle zu locken.

Düstere Räume und ein paar helle Lichtflecken – Die Grafik
BioShock 2 wird im gleichen Gewand wie BioShock 1 präsentiert, nur hier und da wurde die Grafik etwas aufgemöbelt. Neu hinzugekommen ist die verbesserte Darstellung des Wassers; besonders anzumerken sind hier die Schleusen, mit ihrem schönen Übergang. Die Charaktere wurden feiner gezeichnet, so sehen die Little Sister etwas hübscher aus, die Splicer haben verbesserte Texturen und ihr seht nun unter ihrer Maske die entstellten Gesichter. Die Umgebung selbst präsentiert sich im gleichen heruntergekommenen Schein wie in BioShock 1. Vom verrosteten Metall bis hin zum vermoderten Holz ist alles dabei. Besonderes Augenmerk solltet ihr bei der Benutzung der einzelnen Plasmide nehmen, der Lichtblitz des Elektrobolts erhellt kurzzeitig die Umgebung und hüllt euren Gegenüber in ein zuckendes Licht. Auch wurden auch die Explosionen noch etwas deutlicher hervorgehoben, so erhellen die kleinen Explosionen der Phosphormunition nur einen kleinen Bereich wohingegen die Explosion einer Rakete oder einer Granate einen ganzen Raum kurz hell erleuchten.

Steuerung und Gameplay
Die Steuerung wurde komplett aus dem ersten Teil übernommen, es wurden nur ein paar Modifikationen vorgenommen, die nicht weiter ins Gewicht fallen. Und natürlich habt ihr jetzt den Bohrer als Waffe, den ihr im Nahkampf durchdringend einsetzen könnt. Verstärkt wurde die KI. Wird ein Gegner stark verwundet, sucht er das Weite um sich an der nächsten Gesundheitsstation zu heilen oder er versucht euch in seiner Verzweiflung von der Seite anzugreifen. Solltet ihr mal auf einen größere Ansammlung an Gegnern stoßen, dann versucht einen Teil davon ruhigzustellen indem ihr sie gefriert oder ähnliches. Lasst nicht zu, dass alle auf einmal angreifen – das endet meist in der Vita Chamber. Eure Verteidigungsmöglichkeiten wurden verbessert, so könnt ihr mit dem Nietenwerfer Fallen legen oder mit dem passenden Plasmid eure eigene Falle mit herumtragen. Und wer mit den Standardwaffen nicht zufrieden ist, kann sich seine Waffe an den „Pimp my Weapon“ Stationen aufrüsten. Ihr könnt auch kleine Minigeschütze positionieren um euch und die Little Sister bei der Adam Ernte besser verteidigen zu können. Eine weitere Verbesserung ist das gleichzeitige Verwenden von Plasmid und Schusswaffe, das euch so einen enormen Vorteil verschafft. Solltet ihr nicht auf der niedrigsten Schwierigkeitsstufe anfangen sondern gleich auf der höchsten, dürft ihr euch darauf gefasst machen um einiges schneller ins Gras zu beißen. Auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad halten die Gegner etwas mehr aus und der Schaden, den sie euch zufügen ist natürlich um einiges höher.

Unter Wasser hört sich einiges anders an – der Sound
In jeder Ecke könnte der nächste Gegner lauern, so vermittelt es euch in manchen Abschnitten das leise Schluchzen und Wimmern. Aber ihr werdet auch ein paar herzerweichende Momente erleben bzw. hören, wenn euch die Little Sister anfleht, dass ihr sie mitnehmt. Generell ist bei BioShock 2 die englische Sprachausgabe zu bevorzugen, da sie sich um einiges besser anhört als die deutsche Übersetzung. Die Waffen haben wie der Rest auch genügend akustischeAufmerksamkeit bekommen, so hört sich die Pumpgun auch als solche an und der Megabohrer lässt auch soundtechnisch keine Wünsche offen. Der Einsatz der Plasmide hört sich absolut authentisch an, je nachdem welche Naturgewalt ihr einsetzt. Besonders genial ist es, wenn ihr zum Sprung ansetzt. Bei dieser Aktion hört ihr ganz kurz die Pneumatik des Anzugs, die ihre Kraft ausübt um euch in die Lüfte zu heben. Bei einem eurer Ausflüge ins kühle Nass, hört ihr die leichte Strömung unter Wasser, sowie die schweren Schritte von euch selbst. Also rundum ist euren Ohren einiges geboten.
Fazit
Für Fans des Game of the Year 2007 ist diese Fortsetzung ein Muss. Einsteigern bietet das Spiel einen einfachen Schwierigkeitsgrad, der nicht zu sehr beansprucht und durch die Tatsache, dass einiges mehr an Munition und anderen nützlichen Gegenständen gefunden wird, den Spielspaß fördert. Von der Atmosphäre die BioShock entwickelt wird manch einer überwältigt, gerade wenn es zum Ende des Spiels geht. Der Multiplayer wurde perfekt integriert. Es ist kein reiner Shooter, denn man muss auch wissen wie man seine Plasmide und Fähigkeiten einsetzt um sein Team oder sich selbst zum Sieger zu küren. Ich hoffe, euch einen kleinen Einblick gegeben zu haben und wünsche euch viel Spaß beim Spielen von BioShock 2. Vielleicht sieht man sich in einer Online-Session.
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