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METRO 2033 Xbox 360 Spieletest - Review - Preview

METRO 2033 Spieletest - Review für die Xbox 360 - Willkommen in der Metro!

Redakteur: Sascha Rikhtegaran - Datum: 02.05.10
Willkommen in der Metro!
Hier wurdest du geboren.
Und hier wirst du sterben

Zwanzig Jahre ist es her, dass ein Atomkrieg die Erde Moskaus brennen ließ. Artjom weiß jedoch nichts mehr davon. Er war zu jung, um mitzubekommen wie sich das Moskauer Leben in den Untergrund, die Metrotunnels, zurückzog. Nun ist es soweit. Auch das Leben in der Metro ist bedroht und Artjom wird kämpfen müssen, um seine Heimatstation vor Banditen, Faschisten und noch weitaus schlimmerem zu schützen.

METRO 2033 - Xbox 360 Screenshots

METRO 2033 - Screenshot zum Spieletest - Review METRO 2033 - Screenshot zum Spieletest - Review METRO 2033 - Screenshot zum Spieletest - Review METRO 2033 - Screenshot zum Spieletest - Review METRO 2033 - Screenshot zum Spieletest - Review
Story und Atmosphäre!
Den Ursprung hat Metro 2033 aus dem gleichnamigen Roman von Dmitry Glukhovsky.
Es spielt in einem postapokalyptischen Moskau. Einem kalten Moskau. Einem gnadenlosen Moskau. Artjom hat kaum noch Erinnerungen an das Vorkriegsmoskau. Als ein junger Mann von gerade mal zwanzig Jahren hat er keine Vorstellung vom Duft der Blumen oder dem Gefühl von Sonnenstrahlen auf seiner Haut. Er ist in der Moskauer Metro aufgewachsen. Einem kalten Ort. Einem gnadenlosen Ort. Dem einzig möglichen Ort. Denn ein Atomkrieg ließ die Erde brennen und die Luft beißen. Die Strahlung an der Oberfläche ist jedoch nicht die einzige Gefahr für die Menschen, denn neben Banditen, Faschisten und den Roten, einer Kommunistischen Gruppierung, bekommt Artjom es auch mit Mutanten zu tun.

Nachdem ihr euch einen von dreien Schwierigkeitsgraden ausgesucht habt, zeigt euch eine Sequenz Artjoms Metrostation. Schnell wird klar: Die Menschen hier unten haben ein trauriges Leben. Es ist eng, schmutzig und sehr spartanisch eingerichtet. Die Bewohner der Station leben in Kabinen, gebaut aus Wellblech und Holzbrettern. Die Kerzen und Gaslampen werfen ein sehr trauriges Licht auf das unterirdische Geschehen und das Einzige, was ihnen Freude zu machen scheint, ist die Möglichkeit ihr eigenes Überleben mit Wodka zu feiern.
Doch eines Tages kommt „Hunter“, ein Artjom bekannter Abenteurer in dessen Heimatstation und berichtet von Angriffen auf andere Stationen durch eine neue, geheimnisvolle evolutionäre Schöpfung: „Die Schwarzen“

Schnell erhaltet ihr als Artjom einen Auftrag, dessen Ausführung sich als schwerer herausstellen wird als erwartet. Ihr sollt zu einer sehr großen Polis-Station reisen und die dort lebenden Menschen vor Angriffen warnen. Zunächst spärlich ausgerüstet macht ihr euch auf den Weg und so beginnt eure Reise durch die Moskauer Metro, einem der grausamsten Orte im Jahr 2033.

Schön dunkel…
wird es mit Sicherheit, denn meistens seid ihr fürs Licht selbst zuständig. So faszinierte mich die Tatsache, dass die am Helm festgemachte Lampe unseres Protagonisten mit Hilfe eines sehr provisorisch zurechtgebauten Ladegeräts aufgeladen werden musste. Der „Akku“ der Lampe leerte sich also, und ich musste immer wieder das Ladegerät aus der Tasche holen und in einem stockdusteren Tunnel stehend Strom „pumpen“. Das schockte dann doch sehr, als ich vor einigen Mutanten davon lief und erstmal Strom für meine Lampe pumpen musste, um den Weg überhaupt finden zu können.

Sehr schön gelungen ist es den Entwicklern von 4A Games auch, das in den Metrotunnels vorhandene Licht ins rechte „Licht“ zu setzen. So lassen sich z.B. Lampen ausschießen und trifft man die Glühbirne nicht, sondern den Lampenschirm, dann schwenkt die Lampe nur hin und her. Ein weiterer „Lichtblick“ sind die Stealthmöglichkeiten des Spiels. An eurer Armbanduhr habt ihr drei kleine Lämpchen, die euch anzeigen wie gut getarnt ihr gerade seid. Leuchtet das grüne Lämpchen, so seid ihr praktisch unsichtbar und solltet alles tun, damit es auch so bleibt. Leuchtet das gelbe Lämpchen, dann solltet ihr euch langsam, ruhig und gezielt eine dunklere Stelle zum Verweilen suchen, denn ihr seid sichtbar, wenn auch nur schwach. Leuchtet das rote Licht… Dann ballert. Ballert was das Zeug hält, denn das schadet eurer Tarnung jetzt auch nicht mehr.

Außerdem könnt ihr im späteren Verlauf des Spiels auch einen Tarnanzug erwerben, mit dessen Hilfe ihr schwerer zu erspähen seid. Ein eingebautes Nachtsichtgerät rundet diesen Anzug natürlich ab und eröffnet an dieser Stelle Möglichkeiten. Auch die käuflichen Wurfmesser machen ihren Job und sehen dazu auch noch schön aus, wenn sie in Artjoms linker Hand gehalten werden, während nur das als nächstes zu benutzende Messer in der rechten Hand sehnsüchtig gekreist wird.

Auch sehr interessant ist die Währung, die sich die Entwickler einfallen ließen. So handelt es sich hierbei nicht etwa um Scheine oder Münzen, sondern Vorkriegsmunition für Maschinengewehre. Diese kann überall in der Metro gefunden werden. Manchmal bekommt ihr aber auch welche für die Erfüllung eurer Aufgaben. Diese Munition könnt ihr nun entweder gegen andere, in den Tunnels selbst gemachte, Munition an Wechselstuben eintauschen, sie nutzen um bei Waffenhändlern allerlei Zeug zu erwerben oder sie in eins eurer MGs laden und verschießen. Ja richtig… verschießen. Die Vorkriegsmunition hat sogar etwas höhere Durchschlagskraft als die selbst gemachte „schmutzige Mun“.

Atmosphärische Meisterleistung!
Dies ist Metros größte Stärke. Diejenigen, die Bioshock gespielt und dessen Atmosphäre genossen haben, die werden sich bei Metro 2033 sehr wohl fühlen. Genau wie bei Bioshock ist es auch unter der Oberfläche Moskaus kalt, dunkel und nass. Es tropft überall und in den Abwasserrohren weht ein Wind, dessen Zischen sich anhört wie weinende Kinder. Seid ihr verwundet oder etwas längere Zeit gesprintet, dann fällt es Artjom schwer zu atmen was sich auch auf seinen Herzschlag auswirkt. Was mich am meisten faszinierte, war die Atemmaske. Verlasst ihr die Metro und betretet die Oberfläche, so ist eben diese Atemmaske unabdingbar. Dank guter Tastenbelegung habt ihr euch die Maske im nu übergezogen und Artjom dreht seinen Timer an der Uhr auf, um feststellen zu können wie lange der Filter noch hält. Denn hier wird’s spannend. Ein Filter hält so ca. 10 min, danach wird dieser automatisch ausgewechselt. Während dieses Zeitraums verstopft der Filter aber immer mehr, wodurch das Atmen nicht nur schwerer fällt, sondern auch Kondenswasser entsteht welches sich am Rand des Glasvisiers festfriert. Das sieht unglaublich realistisch und cool aus. Wird der Filter automatisch oder aber auch manuell gewechselt, dann bessert sich die Sicht. Auch sehr gelungen und spannend ist es, dass das Glas eurer Maske Sprünge und Risse bekommt, wenn ihr sie auf habt und im Kampf Schaden nehmt. Diese werden immer größer, also aufgepasst dass sie nicht kaputt geht. Sonst seid ihr ganz schnell hinüber dank der Strahlung. Eure einzige Chance hier ist das Wechseln zu einer neuen Atemmaske. Diese könnt ihr mit etwas Glück bei Leichen finden. Bereits blau angelaufenen Männern, deren Schicksal ihr ganz sicher nicht teilen möchtet.

In den Tunnels hallt es gerne mal!
Der Sound in der Metro ist super! Richtig gelungen sollte man sagen. Zunächst wäre da die Sprachausgabe: Diese ist nämlich in Deutsch, English und Russisch einstellbar. Ebenso auch der Untertitel. Sowohl die englische als auch die deutsche Sprachausgabe ist sehr gut gelungen und glaubwürdig. Die russische Ausgabe hingegen ist fabelhaft. Es ist so unglaublich glaubwürdig wie die Leute in der Metro sich auf Russisch unterhalten. Während meiner Aufenthalte in den Metrostationen habe ich nur zu gerne den Gesprächen der Bewohner gelauscht, auch wenn ich kein Wort verstanden habe und den Untertitel zur Hilfe nutzen musste.

Weitere klangliche Leistungen sind die von Banditen aufgestellte Fallen. So könnt ihr in Haufen von Glasscherben treten, die von Banditen platziert wurden. Diese Haufen dienen nicht als Schadensfalle, sonder als eine Art Alarmsystem. Tretet ihr drauf, so knackt und scheppert es und ihr könnt euch sicher sein, dass die mies gelaunten Jungs bereit für euch sind. Dass gleiche gilt für einige Blechdosen, die an Bindfäden befestigt von der Decke baumeln. Lauft ihr dagegen, so scheppert es gehörig und auch hier werden die Banditen aufgeschreckt. Die Schussgeräusche, Atmung und Bewegungen sind akustisch sehr gelungen und mit einem 5.1 System macht es RICHTIG Spaß.

METRO 2033 - Xbox 360 Artworks

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Fazit
Grafisch präsentiert sich Metro 2033 sehr solide, während es vom Sound her nicht mehr viel Steigerung geben kann. Die wahre Stärke des Spiels ist jedoch die Atmosphäre, die mit der Bioshocks vergleichbar ist. Metro 2033 ist ein sehr gelungener First-Person-Shooter, der mit vielen sehr gelungenen Ideen seinen Auftritt auf der Box hat. Zwar merkt man, dass es aus einem sehr jungen Entwicklerhaus stammt, aber wer weiß: Metro 2034 ist bereits als Buch erhältlich.
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