|
Naru-was?
In Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 2 geht es, für alle die es nicht wissen, um den
jungen Ninja Naruto Uzumaki . Die
komplette Vorgeschichte hier zu erzählen oder euch das Naruto Universum auch
nur im Kleinsten widerzuspiegeln, würde den Rahmen dieses Test sprengen.
Aus diesem Grund beschränke ich mich kurz auf die im Spiel enthaltene kleine
Vorgeschichte. Naruto kommt nach einiger Zeit des Trainings ins Hidden Leaf
Village zurück. Eigentlich ist alles beim Alten, doch dunkle Schatten werfen
ihre Schatten voraus. Es wird recht schnell klar, dass der böse Orichimaru und
seine Schergen, zu denen auch Narutos alter Freund Sasuke gehört, nicht gutes im
Schilde führen und eine Verschwörung planen.
Was sich nach einer recht simplen
Geschichte anhört, entwickelt sich sehr schnell zu einem Anime/Manga typischen, von Höhepunkt zu Höhepunkt jagendem Ninja-Epos, bei dem der nächste Schritt der
Geschichte nicht wirklich zu erahnen ist. Außer natürlich, man ist Fan der
Serie, denn dann weiß man schon alles: Die Geschichte ist bis auf einige
Kleinigkeiten mit der Anime/Manga Vorlage identisch. Allerdings werden auch Nicht-Kenner schön in die Geschichte eingeführt und werden auch schnell von dieser
gefangen sein.
The Way of the Ninja In Sachen Gameplay hat sich seit dem letzten auf der Xbox
erschienenen Teil einiges getan. Ihr müsst auf Sexy-Jutsus,
Baumkletterpassagen und offene Spielwelten leider gänzlich verzichten.
Stattdessen lauft ihr in einer festen Welt mit festen Kameras von Punkt A nach
Punkt B, redet mit Personen, erledigt Aufträge und kämpft ab und an
zwischendurch mal ein Ründchen. Die meiste Zeit seid ihr aber mit Lesen, Zuhören, Zusehen und Laufen beschäftigt.
Doch wenn gekämpft wird, dann richtig. Das Kampfsystem von Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 2 hat es mächtig in sich und eine gehörige Spieltiefe. Anfangs erlernt ihr
schnell die Grundtechniken: Schlagen, Greifen, Fernkampf und Ninja Werkzeuge.
Im weiteren Verlauf erhaltet ihr Unterstützung von euren Begleitern und Jutsus.
Ebenfalls dabei ist ein anständiger Online Battle Modus, der euch so richtig
ins Schwitzen bringt. Erst in diesem erkennt ihr das wahre Potential des
Systems, welches im Offlinemodus so gar nicht richtig ausgereizt wird. Denn in den normalen Kämpfen zwischen den wichtigen Story Teilen und den
Bosskämpfen, besiegt ihr die KI mit den immer wieder gleichen Moves.
Highlights des Spiels sind die Bosskämpfe. Diese sind so
gekonnt und bombastisch in Szene gesetzt, dass man meist vergisst die Knöpfe
für die Quicktimeevents zu drücken. Denn hier wird nicht nur klassisch
gekämpft, sondern in überragenden Spielgrafiksequenzen auf Zeit auf die Knöpfe
gehämmert, werden Ausweichtastenkombinationen aus dem Ärmel gezaubert und auch so manches
Minigame gespielt, um euren Widersachern zu zeigen, was ihr alles auf dem Kasten
habt.
Ihr spielt übrigens nicht nur Naruto sondern auch Sasuke,
Pervy Sage und einige andere Charaktere des Naruto-Universums. Auf diese Art und Weise erhält die Story sehr viel Tiefgang und wird nicht langweilig.
Insgesamt stehen euch nach der Story bis
zu 44 seuerbare Charaktere im Zweikampfmodus und 23 Kampfarenen zur Verfügung.
The Art of Fighting Grafisch ist Naruto ein echter Hingucker. Einzig die recht
dünnen Außenlinien der gezeichneten Hauptcharaktere und die dadurch
entstehenden flimmernden Treppchen sind nicht so schön anzusehen. Ansonsten ist die
Welt von Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 2 ein echter Hingucker.
Feinste handgemalte Hintergründe. Dese sind allerdings nicht starr,
sondern haben bewegte Elemente wie Blätter, Gras oder Flussläufe. Die ganze
Schönheit ist eigentlich schwer zu beschreiben, ich kann eigentlich nur davon
schwärmen, denn das lässt sich kaum in Worte fassen. Natürlich nur, wenn man
ein wenig Interesse an Animes/Mangas hat. Übertroffen wird das Ganze dann noch
mit den Kampfsequenzen. Standardmoves sehen nett und dynamisch aus und können
als durchweg hübsch bezeichnet werden, doch wenn es um die Jutsus und die
Endbosskämpfe geht, wird so manchem von euch die Kinnlade runterklappen und auch
dort bleiben, denn was ihr dort erleben könnt, ist ein pixelgewordener
Animimationstraum. Wie aus einem Guss gehen die Szenen ineinander über, und
würde man es nicht wissen, würde man an einigen Stellen sagen, dass es doch
gemalt und nicht berechnet ist. Wahnsinn!
Musikalisch gibt sich Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 2 auch nicht die Blöße, nette
Melodien, knackige Effekte und Sprachausgabe in Englisch und Japanisch sind auf
höchstem Niveau. Leider fehlt der Titelsong. Spielmodi Nachdem ihr die Hauptstory ohne Geschnörkel in ca. 15 Stunden bewältigt habt, sind noch einige Missionen in der Welt rund um das Hidden Leaf Village zu erledigen und werden euch noch einige zusätzliche Stunden beschäftigen. Wer das nicht möchte, kann sich mit seinen Freunden im Zweikampf in der Arena messen, oder zum großen weltweiten Rundumschlag ausholen. Online ist ein Menge los, allerdings werdet ihr dort auch schnell die Tiefe des Kampfsystems erkennen
|