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Prince of Persia - die vergessene Zeit Xbox 360 Spieletest - Review - Preview

Prince of Persia - die vergessene Zeit Spieletest - Review für die Xbox 360 - Der Prinz kehrt zurück

Redakteur: Bastian Beißwenger - Datum: 03.06.10
Der Prinz kehrt zurück
und entfesselt erneut die Macht der Zeit.
Doch diesmal muss er sich gleich einer ganzen Armee stellen...

Die Sage um den Prinzen von Persien geht weiter. Zeitlich ist das Spiel zwischen „The Sands of Time“ und „Warrior Within“ angesiedelt und möchte zurück zu den Wurzeln der Serie. Dafür haben sich die Entwickler das Spielprinzip aus Sands of Time zu Herzen genommen und es an vielen Ecken und Enden weiterentwickelt.

Prince of Persia - die vergessene Zeit - Xbox 360 Screenshots

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Nur zu Besuch
Als er seinen Bruder Malik in der Stadt Azad besuchen kommt, findet sich der Prinz schnell mitten in einer Schlacht wieder. Die Stadt wird belagert und die ersten Feinde sind bereits eingedrungen. Trotz aller Warnungen sieht Malik in der Auferweckung der geheimen Sandarmee des König Salomons den letzen Ausweg. Doch die Legenden täuschen und so entfesselt er einen mächtigen Fluch, welcher den gefährlichen Dschinn Ratash auferstehen lässt. Dieser ist der wahre Anführer der längst vergessenen Armee und versucht nun das Reich zu zerstören. Der einzige Hoffnungsschimmer ist der Prinz von Persien, der nun versuchen muss, die Armee zu vernichten.

Akrobatische Meisterleistung
Wie auch schon in den bisherigen Teilen der Serie, sind waghalsige Sprungeinlagen wieder ein Hauptbestandteil des Spiels. Dabei bedient sich das Spiel den Basics der Akrobatik. Der Prinz kann also an Wänden hoch und entlang laufen und von Wand zu Wand springen. Dies hört sich zwar einfach an, doch wenn gefährliche Fallen dabei die engen Gänge des Palastes zieren, wird das zur wahren Herausforderung. Stürzt er bei diesen halsbrecherischen Akrobatikeinlagen in die Tiefe, kann er auf den Dolch der Zeit zurückgreifen und Geschehenes ungeschehen machen. Um Bereiche zu betreten, die mit normalen Sprungeinlagen nicht zu erreichen sind, nutzt der Prinz die Fähigkeit das Wasser zu manipulieren. Dazu friert der Prinz das Wasser ein damit er sich daran festhalten kann und Wasserfälle hoch laufen kann. Mit der Zeit werden diese Passagen regelrecht kniffelig und können schnell für den einen oder anderen Frustmoment sorgen. Auch sonst kommt es immer wieder zu Momenten in denen der Prinz nicht das tut, was er eigentlich tun sollte. Dank der Zeitsteuerung muss aber nicht zwangsläufig der nächste Kontrollpunkt geladen werden – es sei denn es geht euch die Energie aus. Denn diese ist begrenzt und wird mit jedem Einsatz des Dolches weniger.

Die Steuerung selbst ist leider in manchen Momenten etwas hakelig ausgefallen. In den Kampfszenen macht dies zwar nicht viel aus, doch in den Sprungpassagen kann dies schnell zur Geduldsaufgabe werden. Dafür ist der Schwierigkeitsgrad des Spiels zu jedem Zeitpunkt fair gehalten und auch die Bosskämpfe stellen keine allzu große Herausforderung dar. Dadurch ist das Spiel auch für Anfänger geeignet und motiviert zum Weiterspielen. Der Gesamteindruck des Spiels wird nur dadurch gestört, dass sich das Gameplay und viele Passagen des Öfteren wiederholen. Auch ist der einzige Schauplatz des Spiels der Palast. Die Umgebungen wurden zwar möglichst unterschiedlich gestaltet, doch ist alles im gleichen Stil gehalten.

Herr der Elemente
Um die Armee aufzuhalten, hat der Prinz ohne die mächtigen Kräfte der Dschinn keine Chance. So erhält er während seines Abenteuers immer mehr Kräfte. Diese beruhen auf den Kräften der vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde. Eine Steinrüstung schützt dabei den Prinzen vor Schaden während er selbst mit Eiszapfen, Windstößen und Feuerpfaden gewaltigen Schaden austeilen kann. Neben den speziellen Fähigkeiten greift er zusätzlich auf normale Schwertkunst zurück. Mit Power- und Luftattacken kann er zudem Extraschaden anrichten. Im Kampf sieht sich der Prinz zahlreichen Feinden gegenüber. Oftmals ist dabei der gesamte Bildschirm mit Gegnern gefüllt. Wer einen Gegner gehörig vermöbelt, wird ab und an mit einer tollen Cutszene belohnt. An manchen Stellen erwarten euch besonders große und fiese Gegner, sowie Bossgegner. Auch hier wird technisch und spielerisch keine große Abwechslung geboten, denn die Bossgegner und alle Spezialgegner sind auf die gleiche Art und Weise zu besiegen.

Um die Fähigkeiten überhaupt erst freizuschalten, benötigt selbst ein Prinz ein gewisses Maß an Erfahrung. Dieses bekommt er indem er Gegner tötet. Mit diesen Erfahrungspunkten lassen sich dann die Fähigkeiten des Prinzen aktivieren und sie zugleich auch weiter steigern. Zusätzlich lassen sich mit den Erfahrungspunkten die Gesundheits- und Energieleiste verbessern sowie die Stärke der Attacken erhöhen.

Weitere Herausforderungen
Ist das Hauptspiel abgeschlossen, schaltet sich der Arenamodus frei. In diesem müsst ihr 8 Wellen an Feinden besiegen und eine möglichst gute Zeit dabei rausschlagen. Über den Onlinedienst Uplay könnt ihr zusätzlich einen zweiten Arenamodus herunterladen, bei dem es nicht um die Bestzeit geht, sondern vielmehr um eine bestimmte Zeit, die ihr schlagen müsst. Um nicht immer im gleichen Kostüm durch die Wüstenstadt Azad springen zu müssen, bietet Uplay auch noch ein optionales Kostüm im Stile von Ezio an, dem Hauptcharakter aus Assassins Creed 2. Damit ihr diese Inhalte freischalten könnt, müsst ihr im Spiel zuerst bestimmte Konditionen erfüllen um Punkte für euer Uplay Konto zu erhalten. Da im Hauptspiel etliche Sarkophage versteckt sind, lohnt sich aber auch ein zweiter Durchgang durch das Hauptspiel.

Grafischer Drahtseilakt?
Nein, denn der Prinz kann sich elegant auf dem Seil halten und sorgt auch grafisch für schöne Spielmomente. Zwar sehen manche Texturen etwas schwammig aus und auch die Umgebung hätte an einigen Stellen mehr Details vertragen können, doch können das Setting und die Atmosphäre durchweg punkten. Vor allem das beeindruckende Intro sorgt für offene Münder und präsentiert CGI vom Feinsten. Die Effekte sind toll gemacht und die Sandstürme rauben dem Prinzen die Sicht. Musikalisch ist das Spiel mit passender, orientalischer Musik hinterlegt und auch die Soundeffekte können absolut überzeugen. Einziger großer Kritikpunk ist die Synchronisation. Diese ist im Deutschen leider wirklich schlecht umgesetzt worden. Der Prinz klingt viel zu blechern und die Betonung der Sätze ist an vielen Stellen einfach unpassend. Auch die anderen Charaktere können nicht überzeugen, sind aber besser umgesetzt worden. Die englische Sprachausgabe hingegen ist wesentlich besser gelungen, doch auch diese hätte deutlich professioneller ausfallen können.

Prince of Persia - die vergessene Zeit - Xbox 360 Artworks

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Fazit
Das neue Prince of Persia knüpft erfolgreich an die früheren Teile der Serie an und verbessert sie. So entsteht ein überaus gelungenes Gesamtpaket, welches nur durch ein paar Kleinigkeiten ins Wanken gebracht wird. So zum Beispiel die wenigen Bossgegner im Spiel. Auch das Spielprinzip wiederholt sich leider an vielen Stellen des Spiels. Dafür kann das Spiel mit dem typischen Charme der Prinz of Persia Reihe und einer grandiosen orientalischen Amtosphäre punkten. Für Fans der Serie, aber auch für Neueinsteiger in die Welt des Orients, stellt das neueste Abenteuer des Prinzen eine klare Kaufempfehlung dar.
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