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Zumba Fitness: Rush Xbox 360 Spieletest - Review - Preview

Zumba Fitness: Rush Spieletest - Review für die Xbox 360 - Auf Tanztour in den eigenen vier Wänden

Redakteur: Daniel Meyer - Datum: 28.03.12
Auf Tanztour in den eigenen vier Wänden
mit Schwitzen, Abnehmen und Muskulaturaufbau!

Sport gehört in der heutigen Zeit zu einem nahezu unverzichtbaren Teil des Lebens vieler Menschen. Sei es um die Figur in Schuss zu bringen, Stress abzuarbeiten oder einfach nur um Spaß zu haben – Fitness ist heute wichtiger denn je. Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass entsprechende Kurse, wie das Tanz Fitness Programm Zumba, auch ihren Weg auf die heimischen Konsolen finden, was durch aktuelle Hardwareperipherie wie Microsofts Kinect eine ganz neue Ebene erreicht. Wir haben in diesem Sinne den Titel Zumba Fitness Rush eingehend getestet und zeigen euch im Folgenden auf, ob sich ein Kauf lohnt, oder ob man nicht vielleicht doch die eigenen Joggingschuhe aus dem Schrank holen sollte, um mal wieder eine Runde um den Block anzugehen.

Zumba Fitness: Rush - Xbox 360 Screenshots

Zumba Fitness: Rush - Screenshot zum Spieletest - Review Zumba Fitness: Rush - Screenshot zum Spieletest - Review Zumba Fitness: Rush - Screenshot zum Spieletest - Review Zumba Fitness: Rush - Screenshot zum Spieletest - Review Zumba Fitness: Rush - Screenshot zum Spieletest - Review

Zumba, das bedeutet Tanz, Spaß und Fitness!
Bei Zumba handelt es sich um ein international anerkanntes Tanz  Fitness Programm, welches erstmals in den 1990er Jahren entwickelt worden ist. Nach dem ersten Konsolentitel, der 2010 auf den Markt gekommen ist, hat es nun auch die Fortsetzung mit dem Namen Zumba Fitness Rush auf die Xbox 360 geschafft. Der von 505 Games präsentierte Titel bietet hier eine reiche Bandbreite an Musikrythmen, die sich von Salsa über Hip Hop bis hin zu Bollywood Tracks erstreckt. Der Spieler muss hierbei die Tanzbewegungen des jeweilig gezeigten Coachs nachahmen und möglichst synchron mit ihm in spiegelverkehrter Manier tanzen.

Es stehen einem diverse Kurse zur Verfügung. Zu Beginn kann man sich zwar einmal die Grundryhthmen zeigen lassen und diese schon einmal trainieren, doch eine allzu große Hilfe für Tanzlaien wird dies im späteren Verlauf leider nicht sein. Es wurden hier nämlich nur einige wenige und zudem sehr simple Moves angelegt, die nicht einmal annähernd bei den späteren Tänzen helfen können, da hier viel mehr von Nöten sein werden. Wesentlich dramatischer ist hier allerdings, dass insbesondere Tanznovizen kaum zur Hand genommen werden. So findet man sich nicht selten in der Situation wieder, bei der man es mit viel Mühe und Not gerade so schafft, den vorgetanzten Bewegungen zu folgen, wobei man durch manche Schrittfolgen schon mal ins Stolpern kommen kann. Eine Extrafunktion, um eben derartige Schrittfolgen zu erlernen, fehlt gänzlich. Frustrierend kommt hier noch hinzu, dass, wenn man dann endlich einmal in den entsprechenden Schrittfolgen drin ist, der Tänzer schon wieder zu einem anderen Bewegungsablauf übergeht und man sich erneut neu orientieren muss. Zwar wird immer durch ein kurzes Aufpoppen eines Fensters vor den neuen Bewegungen gewarnt, nur erweist es sich als relativ schwierig, sich auf die Bewegungen vorzubereiten, während man noch immer mit den aktuellen Abläufen am Kämpfen ist. Um hier wirklich erfolgreich mitmachen zu können bleibt einem daher nur eins übrig: Übung, Übung, Übung! 

Die eigentlichen Kurse unterscheiden sich des Weiteren primär nur von der Länge her. So beinhält der kleinste insgesamt fünf, der mittlere rund elf und der größte 15 Tracks, die nahezu ohne Verschnaufpause hintereinander abgespielt werden. Eine Schwierigkeitsstufe ist hier übrigens nicht enthalten, die Intensität hängt dabei einfach nur von den jeweiligen Songs ab. Pro Kurs stehen zahlreiche voreingestellte Songpakete zur Verfügung, zwischen denen der Spieler wählen kann. Alternativ kann man sich aber auch mit einem Editor beschäftigen, mit dem eigene Songlisten erstellt werden können. Möchte man zwischendurch einfach nur einmal einen einzelnen Track begehen, so kann man auch dies in einem weiteren Menüpunkt machen. Übrigens: Zumba Fitness Rush lässt sich auch zu zweit im Coop spielen! Hier lassen sich die Sterne aber nur durch wirklich gute Leistungen von beiden Spielern erreichen. Aber auch muss hier Vorsicht geboten sein, denn wenn man bspw. seine Freudin mit auschweifenden Armbewegungen ein blaues Auge haut, mag es schwer sein, dies plausibel zu erklären!

Zumba als Sportersatz?
Es sei hier ganz klar gesagt: Wer Zumba Fitness Rush ernsthaft angeht und sich anstrengt, der kommt garantiert ins Schwitzen. Gerade Neulingen sei geraten vorsichtig anzufangen und sich nicht zu übernehmen – der kleine Kurs mit fünf Tracks reicht hier fürs erste vollkommen aus - hört auf euren Körper! Erst wenn die Kondition und die Muskulatur entsprechend aufgebaut ist, sei einem geraten, eine Stufe hochzuschrauben. Denn man kommt bei Zumba nicht nur schnell aus der Puste, nein die Anstrengungen, insbesondere auf die Waden, sind durch die intensiven und schnellen Tanzbewegungen enorm. 

Am Ende der Kurse erhält der Spieler neben einer Gesamtwertung zudem noch Informationen zur eigenen Technik und dem Kalorienverbrauch. Letzterer scheint sich dabei nicht an den Songs, sondern an den tatsächlichen Bewegungsapparat, den ihr hier abgeleistet habt, zu orientieren. Dies wäre durchaus als positiv anzusehen, würde dieser auch korrekt berechnet werden. Nach einem von uns abgeleisteten Dummy-Versuch scheint dies allerdings zumindest nicht zur Gänze zu stimmen. Bei einem Ablauf eines vollen Kurses von 15 Songs, ohne selbst zu partizipieren, wurden ganze 176 Kalorien verbrannt. Im Gegensatz dazu wurden bei einem kleinen Kurs mit insgesamt fünf Tracks und voller Leistung des Tänzers ganze 357 Kalorien abgearbeitet. Woher kommen also die veranschlagten 176 Kalorien, wenn man doch nicht einmal anwesend war? 

Parallel zur Fitness steht dem Spieler von Zumba Fitness Rush noch eine Fortschrittsübersicht zur Verfügung, welche die eigenen Leistungen in einer datierten Übersicht aufzeigt. Leider war es uns nicht möglich, diese eingehend zu untersuchen, da diese durch einen Fehler nicht mehr erreichbar ist. Wie dieser hervorgerufen wird konnten wir nicht genau sagen, klar ist nur, dass die Xbox 360 mittlerweile bei Aktivieren des Modis einfriert. Für ein fertiges Produkt ein absolutes No-Go! Bleibt nur zu hoffen, dass dies in naher Zukunft durch einen Patch behoben wird.

Kinect meets Zumba
Zumba Fitness Rush wird komplett über Microsoft Kinect gesteuert. Von der Menüführung, via den gewohnten Handgesten, bis hin zum Tanzen selbst. Die Tänze berücksichtigen dabei insbesondere die Bewegungen von Beinen und Händen und belohnen den Spieler dann mit einer entsprechenden Bewertung auf der Zumbaleiste am unteren Bildschirm, die von Nice bis Zumba geht oder aber mit einem roten Schimmern für ein Verfehlen reagiert. Insgesamt ist es zudem möglich, bis zu fünf Sterne pro Song zu erreichen. Die Genauigkeit für das Auslesen der eigenen Bewegungen ist hier nur schwer zu bewerten. Mal bekommt man für leichtherzige Bewegungen ein Zumba, und ein andermal hat man seine liebe Mühe und Not, trotz absolut exakter Nachahmung, eine solche Note zu erreichen. Auch im Bereich der Menüführung gibt es Kritik auszuüben. Die Handsteuerung ist teilweise etwas zu ungenau. Hinzu kommt noch die teils sehr schnelle Aktivierung von Menüpunkten. Eine Sprachsteuerung fehlt hier zudem gänzlich.

Fazit
Bei Zumba Fitness Rush gilt es klar zu differenzieren, denn hierbei handelt es sich nicht um ein Spiel, sondern vielmehr um ein Fitnessvideo! So wird der Teilnehmer auch hier kaum an die Hand genommen. Man muss sich vielmehr primär an die Bewegungen des Vortänzers orientieren und versuchen mitzuhalten, was sich durch ständige Änderungen im Tanzablauf oft als sehr schwierig erweist. Wenn man hier über kaum Tanzerfahrung verfügt, dürfte man so seine Liebe und Not haben, sich erfolgreich zu beweisen. Nur durch häufiges Wiederholen der Tänze wird man so die Möglichkeit erhalten, einigermaßen gute Ergebnisse und hohe Punktezahlen zu erreichen. Auch die Kinectübersetzung der Bewegungen und die Berechnung der Ergebnisse erweist sich als teilweise sehr fragwürdig. Was den Fitnessanteil angeht, so bietet Zumba Fitness Rush, sollte man sich ernsthaft und regelmäßig damit beschäftigen, ein gutes Potential, die eigenen Fitness Ziele zu erreichen. Auch wenn es keine Möglichkeit gibt bestimmte Körperzonen explizit zu trainieren, so können wir garantieren, dass man mit diesem Tanzspiel sehr schnell ins Schwitzen kommen wird. Ob es sich aber mittel- bis langfristig um eine gute Alternative von normalen sportlichen Betätigungen wie Jogging handelt, bleibt wohl jeder Person selbst überlassen.
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