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I AM ALIVE - das XBLA Spiel im XLF Test - plus kommentiertes Gameplay-Video!

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Start I AM ALIVE - das XBLA Spiel im XLF Test - plus kommentiertes Gameplay-Video!
06.03.2012 18:27


Wer hätte damit schon rechnen können. Eben noch im Flugzeug, um von der West- zur Ostküste der USA zu fliegen und schon bricht eine Reihe von Katastrophen über jene herein. Ein Jahr später setzt die Geschichte von I Am Alive an. Unser namenloser Protagonist hat sich zurück in seine Heimat Haventon geschlagen und macht sich nun auf die Suche nach seiner Frau und seiner Tochter.
Ob sich diese Reise lohnt, erfahrt ihr hier in unserem Test.

Arcadetest
Überleben
Wenn man sich dabei so in der Stadt umschaut, kann man wirklich von Glück sagen, noch am Leben zu sein. Ihr wisst nicht genau was passiert ist, aber alles ist zerstört und da bietet sich auch gleich das erste Gameplay Element an: das Klettern. In Spielen wie der Assassin’s Creed Reihe hat Ubisoft ja schon sein Können bei der Erstellung von Kletterpassagen unter Beweis gestellt und das kommt nun I Am Alive zugute. Über Abgründe und an Häuserfassaden entlang, bahnt ihr euch euren Weg durch die Trümmer und über die Dächer der Stadt.



Dabei stehen zumindest auf der ersten Blick immer mehrere Wege zur Auswahl, was zu dem Eindruck eines Open-World Spiels führt. Bei genauerem Hinsehen betrachtet fällt jedoch auf, dass an Kreuzungen auf Straßen, wo man sonst die freie Richtungswahl hätte, meist bis auf einen alle anderen Wege blockiert sind, so dass euch das Spiel doch in die Richtung drängt, in die es euch haben will.
Auswahlmöglichkeiten gibt es zwar schon, bringen euch dann aber nur zu versteckten Items und Vorräten. Euer Hauptziel erreicht ihr also in den meisten Fällen nur über diesen einen vorgegebenen Weg.

Einfacher wird das Spiel dadurch aber trotzdem nicht, da ihr sparsam mit Vorräten umgehen und auf eure Lebens- und Ausdaueranzeige achten müsst. Letztere solltet ihr beim Klettern besonders gut im Auge behalten. Sie leert sich rasch und kann nur durch verschiedene Lebensmittel und die Rast auf einem Vorsprung oder Ähnlichem wieder aufgefüllt werden. Überanstrengt ihr euch, sinkt bis auf weiteres auch eure Gesamtausdauer, was die folgenden Kletterpassagen noch schwieriger macht.

Ähnlich wie beim Klettern, verbraucht auch das Rennen und der Gang durch die verstaubten Straßen Ausdauer. Auf letzteren solltet ihr euch also nicht zu lange aufhalten und jede Gelegenheit nutzen über die Staubdecke zu klettern und Luft zu schnappen. Doch auch in Gebäuden seid ihr noch lange nicht sicher. Viele Gangster treiben ihr Unwesen und sind bereit, für eure wenigen Besitztümer zu töten. Einzelne Gegner könnte ihr wahlweise mit einer Pistole, auch ohne Munition, einschüchtern oder sie eiskalt mit der Machete oder lautlos mit dem Bogen erledigen. Bei mehreren Gegnern wird das Ganze jedoch deutlich schwieriger.

Hier müsst ihr den Überraschungseffekt nutzen, um die Gegner mit einer Pistole auszuschalten. Ohne ihren Anführer ergeben sich die anderen Gangmitglieder und ihr könnt euren Weg sicher fortsetzen. Doch Freude, über einen gewonnen Kampf? Wohl eher ein klares "Nein", denn auch in diesem Punkt greift das Mitgefühl, dass das Spiel für so ziemlich jeden Bewohner dieser gefährlichen Stadt erzeugt. Auch wenn man vielleicht gar nicht töten will, zwingt uns das Spiel eben dies zu tun, um unsere eigene Haut zu retten. Das wir uns einreden aus Notwehr gehandelt zu haben, ist dabei nur geringfügig Trost spendend.

Minimalistischer Stil
Grafisch ist das Spiel keine protzige Augenweide und versucht es auch gar nicht zu sein. Die Optik ist bis auf wenige Ausnahmen in tristem Grau gehalten und halbwegs grellere Farben bekommt ihr nur selten zu sehen. Das unterstreicht jedoch gut diese leere und lebensfeindliche Stadt. Es ist also ein anderer Punkt an der Grafik der mich etwas gestört hat. So sind die Straßen fast durchgehend von Staub bedeckt, was eure Sicht erheblich einschränkt und das manchmal auf eine schon übertriebene Art und Weise. Es fällt schwe, mehr als 3 virtuelle Meter weit zu gucken und erschwert es somit wieder, zusätzlich den richtigen Weg zu finden. In Kombination mit der Ausdaueranzeige irrt ihr also praktisch blind über die Straßen und seid mehr oder weniger halb tot, bevor ihr den richtigen Weg entdeckt habt. Das könnte man zwar auch als positiven Punkt in Hinblick auf Realismus betrachten, allerdings wäre hier wohl, zumindest zwischendurch, weniger mehr gewesen.

Der Sound ist da meiner Meinung nach noch einen Tick besser gelungen. Dieser lenkt ebenfalls nicht vom Gefühl der Einsamkeit ab, aber akzentuiert diese in einigen Momenten sehr gut. Das Theme im Menü erinnert dabei außerdem sehr an eine der Klaviermelodien aus Heavy Rain. Doch natürlich kann auch der Sound ganz anders: Hebt ihr eure Waffe, werdet bedroht oder sinkt eure Ausdauer, wird die Musik merklich lauter und schneller, um auf diese Art und Weise Unruhe in Euch zu erzeugen.

Hoffnung vor Augen
Trotz all dieser Zerstörung der Stadt, habt ihr auch stets die Hoffnung vor Augen, eure Familie lebendig wieder zu finden. So trefft ihr nach kurzem auf ein anderes kleines Mädchen, das in dem Alter eurer Tochter zu sein scheint. Ihr rettet sie vor ein paar fiesen Rüpeln, die ihr schnell erledigen solltet. Über ein Funkgerät nimmt schließlich der Vater des Mädchens Kontakt mit uns auf und bittet uns, ihm seine Tochter wiederzubringen. Von da an kümmern wir uns um die Kleine, da wir die Sorgen ihres Vaters selbst sehr gut nachvollziehen können. Das Spiel versucht somit gar nicht erst euch einen unbezwingbaren Helden als spielbaren Charakter vorzugaukeln, sondern unser Protagonist ist ein Mensch wie jeder andere. Das Mitgefühl ist also durch seine Anonymität noch größer und man kann sich besser als in den meisten anderen Spielen in den Charakter hineinversetzen.

Gerade zwischen dem ganzen Elend fühlt es sich daher umso besser an, den Bedürftigen auf die ihr trefft, zu helfen. Zumindest wenn ihr könnt. Denn oft fehlen euch die benötigten Medikamente und ihr verlasst den Ort des Geschehens mit dem schlechten Gefühl, einen Menschen im Stich und ihm seinen sicheren Tod überlassen zu haben.

Fazit Wertung

I Am Alive ist ein postapokalyptisches Spiel der anderen Art, das auch sehr gut ohne Zombies oder Virusinfektionen auskommt. Trotzdem kann man es mit dem Film I Am Legend vergleichen. Man ist allein und auf der Suche nach den Menschen die man liebt, um ein halbwegs normales Leben führen zu können.

Das Besondere sind hierbei klar die verschiedenen Möglichkeiten, Gegner einzuschüchtern und aus dem Weg zu räumen und die Möglichkeit, anderen Menschen zu helfen und das auch ohne festgelegte Quests für sie zu erledigen. Das Leid jener wird für den Spieler greifbar gemacht und man freut sich, wenn man zumindest einigen Leuten helfen kann. Dem gegenüber stehen der teils wirklich hohe Schwierigkeitsgrad und die nicht immer ganz gelungene Optik. Auch die Steuerung könnte manchmal etwas besser und genauer arbeiten. Das Spiel erfindet das Genre somit nicht neu bringt aber ein paar interessante Ansätze und neue Impulse mit sich, wobei kleinere Macken in Grafik und Gameplay des Öfteren für Frust sorgen werden.

1.200 MS-Points soll es kosten und steht ab dem 7. März für euch zum Download bereit. Für Fans des Genres ist der Titel ganz klar ein Muss, aber auch so kann man ruhigen Gewissens einen Blick riskieren, allerdings nur, wenn ihr auch mit schweren Spielen keine Probleme habt. Falls doch könnte das ganze nämlich ziemlich frustrierend für euch werden.
8 von 10 Sternen
Offizielle Xbox Marktplatz Beschreibung & Download Link
I am Alive06.03.12
Ein Jahr nachdem eine weltweite Katastrophe den größten Teil der menschlichen Zivilisation ausgelöscht hat, kämpft ein Mann ums Überleben. In einer unsicheren, verfallenden und gefährlichen Welt streift er durch eine verlassene Stadt und sucht nach seiner lange verschollenen Frau und Tochter. Überleben Sie in den stickigen, schmutzigen und staubbedeckten Straßen. Erklimmen Sie die wankenden Überbleibsel der letzten Wolkenkratzer, um atembare Luft und unberührte Vorräte zu finden. Erkunden Sie die zerfallenden Ruinen einer einst blühenden Metropole. Und entdecken Sie eine veränderte Menschheit, auf den Punkt gebracht durch misstrauische Überlebende, gefährliche, bewaffnete Banden und hilfsbedürftige Opfer.

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Bilder / Screenshots zu I am Alive
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RE: I AM ALIVE - das XBLA Spiel im XLF Test - plus kommentiertes Gameplay-Video!
12.03.2012 14:40

Bin sehr begeistert von dem Game. Gerade für ein Arcade Titel macht es wirklich viel Spaß.
Die Grafik hätte ein wenig besser sein können, ist aber trotzdem in Ordnung.

Habe es jetzt auf "Haudegen" durch, was auch in der Endbewertung stand, aber den Erfolg nicht bekommen. Sehr seltsam... Das erste Mal, dass ich einen Erfolg nicht bekomme, obwohl ich alles richtig gemacht habe...
Hat jemand den Erfolg bekommen?

Was ich auch gerade bemerkt habe, nach dem Beenden des Spiels, sind meine Speicherpunkte weg. Ich kann zu keiner Episode mehr zurück gehen. Nur noch ein komplett neues Game starten... Ist das so gewollt?
Das hätte man wirklich anders lösen können. Jetzt muss ich im Grunde nochmal alles von vorn spielen...


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