Sie waren schon da und haben ihren Auftrag erledigt. Wer? Und welchen Auftrag? Keine Sorge, ihr konntet gar nichts mitbekommen, denn die Ghosts haben einfach nur ihren Job gemacht. Die Ghosts sind Teil einer unsichtbaren Elite-Einheit, ihre Missionen nicht existent und jeder aus dem Team herausragend in seinen Fähigkeiten.
In unserer Rolle im Ghost-Team übernehmen wir John Kozak, der als Sohn russischer Einwanderer in Brooklyn / New York geboren wurde. Vom Pass her amerikanisch, von der Herkunft russisch – eine spannende Kombination, die sich im späteren Spielverlauf noch als nützlich erweisen wird. Mit unseren Kameraden Ghost Leader, 30K und Pepper werden wir zu unseren Missionen befohlen. Die Einsatzorte reichen dabei von Südamerika, über Zentralafrika, bis hin zum mittleren Osten, Sibirien und auch Moskau.
So vielfältig die Länder sind, so spezialisiert ist auch das Gerät, mit dem die Ghosts vorgehen. Ausgestattet mit einer Haupt- und einer Sekundärwaffe, sowie verschiedene Arten von Granaten und High-Tech Gerät, gibt es vor Start der Mission erst ein gründliches Briefing und eine Empfehlung zur passenden Ausrüstung. Wir brauchen diesem Rat nicht folgen, sondern können unser Arsenal auch selbst zusammenstellen. Unser Tipp: Wenn man ein Sniper-Gewehr empfohlen bekommt, sollte man das möglichst nicht mit einem Schrotgewehr austauschen. Es empfiehlt sich eher, eine andere Art des Scharfschützen-Gewehres zu wählen oder es entsprechend zu modifizieren.
Gunsmith - Die Waffenschmiede
Dieses Feature könnte man auch als den Heiligen Gral für jeden Waffennarren bezeichnen. Dort findet ihr nicht nur eine reichhaltige Auswahl aller Waffen-Kategorien vor, sondern könnt jede einzelne davon genau betrachten, auseinandernehmen und mit den von euch gewünschten Eigenschaften versehen. Jede Veränderung der Zusammenstellung verändert auch die Eigenschaft der Waffe. Und es funktioniert! Das kann man gleich auf dem Schießstand ausprobieren, auf dem mehrere Ziele in unterschiedlichen Entfernungen aufgestellt sind.
Waffen und Zubehör werden erst mit Missionsfortschritt und dem Absolvieren bestimmter Herausforderungen freigeschaltet. Hat man durchgespielt und entscheidet sich für einen Neustart der Kampagne, auch auf einem anderen Schwierigkeitsgrad, dann bleiben die Waffen freigeschaltet. So könnt ihr euch schon gleich zu Beginn das"gute" Equipment herauspicken. Der Gunsmith-Modus ist übrigens auch komplett über Kinect bedienbar, sodass man die Waffen quasi mit den eigenen Händen zusammenbauen aber auch abfeuern kann.
Futuristische Waffen
Der Name "Future Soldier" findet seine Berechtigung im futuristischen Gerät, das den Ghosts zur Verfügung steht. Als wichtigste Ausrüstung ist zum Beispiel die Drohne zu nennen, die Kozak entweder fliegen oder fahren lassen kann. In der Luft scannt sie unauffällig die Gegner, deren Position und Ausrüstung und ermöglicht so die Koordination des Ghost-Teams.
Wir können dann jeden einzelnen Gegner anwählen und zum Abschuss markieren. Die Ghosts bringen sich dann in die richtige Position, um freie Schussbahn zu haben. Ist der Gegner wortwörtlich im Visier, meldet der Kamerad seine Bereitschaft zum Abschuss. Auf diese Art kann man einzelne Gegner ausschalten oder synchronisiert zu viert gleichzeitig schießen. Das ist nützlich, denn wenn alle Gegner gleichzeitig fallen, dann kann keiner mehr Alarm geben.
Die Ghost Recon Serie ist als Taktik-Shooter bekannt. So auch Future Soldier. Wer jetzt allerdings einen eingeschlafenen Hintern während endloser Wartezeiten auf "den richtigen Moment" erwartet, der wird genauso überrascht sein, wie wir. Klar, das Spiel geht gemächlich los, um euch eine angenehme Einführung in die Nutzung von Waffen und Gerät zu bieten. Der Schwierigkeitsgrad steigt dann stetig, bis hin zu richtig knackig. Und nicht immer ist Taktik gefragt, aber immer Präzision. Die Situationen während einer Mission ändern sich ständig und überraschend: Wo eben noch lautloses Vorgehen erforderlich war, da kein Alarm ausgelöst werden durfte, brennt plötzlich die Luft und ihr schafft es nur noch unter Druck und Sperrfeuer, um aus einer Situation wieder heil herauszukommen.
Ein Fest für die Sinne
Anders kann man die Präsentation von Tom Clancy´s Ghost Recon: Future Soldier nicht bezeichnen. Der begleitende Soundtrack ist atmosphärisch den Missionen angepasst und unterstützt den Spieler in jeder Situation. Geht doch mal in die Magnet-Sicht und achtet darauf wie die Bässe mehr betont werden, damit nicht nur die Sicht dunkler ist, sondern auch der Sound dazu tiefer und gedämpfter wirkt. Die deutsche Synchronisation ist gelungen und erfüllt somit die Voraussetzung, ernstzunehmendes Gameplay zu vermitteln. Trotzdem solltet ihr, wenn möglich, auf die englische Tonspur umschalten, diese darf sich nämlich als Weltklasse bezeichnen.
Optisch gibt es sicherlich an Details zu mäkeln, doch "Fehlersucher" wollen wir hierbei nicht bedienen, sondern auf den genialen Gesamteindruck verweisen. Jede Mission bringt ihre ganz eigene Charakteristik zur Landschaft und Umgebung mit. Betrachtet man Kozak und Kameraden, so fällt die detailgenaue Darstellung von Kleidung und Waffen auf. Für die Animation der Charaktere sind über 2.000 einzelne Bewegungen verwendet worden, deshalb sind sie in der Bewegung auch so unglaublich lebensecht. Die Modifizierungen an den Waffen werden übrigens auch in den Cut-Szenen übernommen.
Hinweis: Der Nachtest des Multiplayer-Modus erfolgt in den kommenden Tagen.





